Der e-Health Leuchtturm in Greifswald steht!

Kunde
Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) als Maximalversorger sowie größter Arbeitgeber und Ausbilder in Vorpommern verfügt über 919 Planbetten und 37 Plätze an Tageskliniken. Die UMG behandelt in 21 Fachkliniken jährlich über 178.000 Patienten. Davon 35.793 vollstationär und 2.414 teilstationär in 3 Tageskliniken.

Universitätsmedizin Greifswald vertraut auf die e-Health Kompetenz der Firma x-tention Informationstechnologie GmbH

UMGDie Universitätsmedizin Greifswald (UMG) erneuert derzeit ihr klinisches Arbeitsplatzsystem und erweitert es gleichzeitig für die Integration von Krankenversorgung und Forschung und die Vernetzung in der Region zu einem forschungsunterstützenden KAS (KAS+). Im Juni 2015 hat sich die Universitätsmedizin Greifswald für die Einführung der e-Health Plattform  der Firma x-tention Informationstechnologie GmbH  entschieden.

Der e-Health- und Integrationsspezialist aus Österreich setzte unter Mitarbeit der Niederlassung in München dieses durch EFRE Mittel und vom Land Mecklenburg Vorpommern geförderte Projekt in einer sehr ambitionierten Durchlaufzeit von 8 Monaten um. Zurzeit befindet man sich in der Stabilisierungsphase die mit 31. Mai dieses Jahres enden wird.

Vorpommern ist eine ländliche Region mit einer geringen Bevölkerungsdichte. Das Aufrechterhalten einer flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung ist hier nur mit regionalen Versorgungskonzepten unter Einbeziehung aller Akteure im Gesundheitssystem möglich.

„Die Vernetzung mit unseren Partnern im ambulanten Sektor ist für die Universitätsmedizin ein entscheidender strategischer Faktor. Wir investieren in diesem Bereich, da wir durch einen optimierten Austausch aller Behandelnden eine höhere Behandlungsqualität für unsere gemeinsamen Patienten erreichen“, erklärt Dr. Thorsten Wygold, Ärztlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald.

Zusätzlich spielen telemedizinische Funktionalitäten bei der Unterstützung der medizinischen Versorgung eine zunehmend wichtige Rolle, insbesondere bei sektor- und/oder berufsgruppenübergreifenden Modellen.  Im Zuge der Erneuerung des klinischen Arbeitsplatzsystems (KAS) hat sich die Universitätsmedizin Greifswald für die Realisierung eines forschungsunterstützenden KAS (KAS+) entschieden, das über eine Forschungsplattform Krankenversorgung und Forschung tief integriert und über eine e-Health Plattform die IT-Basis für die Vernetzung in der Region schafft. Das Gesamtkonzept  wurde durch die DFG positiv begutachtet und wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie dem Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Die e-Health Plattform unterstützt die Entwicklung, Implementierung und Analyse innovativer telemedizinischer Konzepte  zunächst in Forschungsprojekten. Bei positiven Evaluationsergebnissen können diese Konzepte dann auf der Basis der gleichen e-Health Plattform in der Region in die Versorgung integriert werden.

Als Basis des Systems dient eine IHE konforme elektronische Fallakte (EFA 2.0) von Tiani Spirit GmbH, der die Orchestra middleware als Service Bus vorgeschaltet ist. Darauf setzt das Ärzteportal der Firma celsius37.com AG auf, das neben dem Dokumentenaustausch mit Hilfe von Online-Formularen,  E-Mail- und SMS- Austausch die Interaktion des medizinischen Personals und der Patienten miteinander ermöglicht.

Als erste Schritte in einer Stufe 1 werden UseCases im Bereich der Psychiatrie und Pädiatrie unterstützt. In weiteren UseCases wird die Verwaltung von Gerätedaten und die patientenbezogene Entgegennahme in die e-Health Plattform abgedeckt. Es wurde eine Verwaltung von Selbstausfüllerfragebogen implementiert, über die individuelle Fragebögen dem Patienten zugeordnet und über gesicherten Webzugriff zum Ausfüllen zur Verfügung gestellt werden können.

Über diese UseCases hinaus wurde als Piloteinrichtung das MVZ Campus Sauerbruchstraße der Universitätsmedizin Greifswald an die Plattform angebunden, um mit den übermittelten Daten elektronische Fallakten zu eröffnen oder bereits bestehende anzureichern.
Sämtliche Daten der e-Health Plattform werden an die Forschungsplattform weitergeleitet, die auf dem System CentraXX der Firma Kairos basiert. Bestandteil  dieser Kommunikation sind die Prüfung der Einwilligung und die sich anschließende Pseudonymisierung der Daten über die Treuhandstelle (THS) Eine zentrale Rolle in diesem Ensemble spielt auch hier der Healthcare Service Bus Orchestra.

Das Projekt selber teilte sich in einzelne Phasen der Erstellung der Pflichtenhefte, der Implementierung am Test- und Produktivsystem und einer zurzeit laufenden Stabilisierungsphase auf. Ein wesentlicher Meilenstein im Projekt war die EFRE Freigabe durch den Kunden und die EFRE Begutachtung durch Vertreter des Bundeslandes Mecklenburg Vorpommern Ende November und Mitte Dezember 2015.

Nach Abschluss der Stufe 1 sind in zwei weiteren Stufen sowohl die Erweiterung der Funktionalitäten für die Versorgung als auch die Anbindung weiterer Partner in der Region geplant. Zusätzlich ist die regionale Versorgungsforschung ein Schwerpunkt für die Nutzung der neuen e-Health Plattform.

„Telemedizinische Konzepte sind bisher in nur einigen Bereichen der medizinischen Versorgung etabliert (z.B. Radiologie), haben aber ein großes Potential auch für weitere Patientengruppen. Geplant ist im Rahmen von Forschungsprojekten innovative Versorgungsmodelle für verschiedene medizinische Bereiche zu entwickeln“, so Dr. Neeltje van den Berg, Bereichskoordinatorin für Innovative Versorgungskonzepte und regionale Versorgung am Institut für Community Medicine in Greifswald.

Weitere Informationen zum Thema e-Health finden Sie unter e-Health – Standardisierte Vernetzung

Ihr Ansprechpartner bei x-tention:
wolfgang.schenkermayr@x-tention.at