e-Care

Kunde
Klinikum Wels-Grieskirchen

741946302845249086_748434622698217202_400_241_bf_wajoMsC0Ende Oktober 2010 konnte das Forschungsprojekt „e-Care – Patientenorientierte Pflegeinformation“ nach zweijähriger Projektlaufzeit erfolgreich abgeschlossen werden. e-Care ermöglicht einen flächendeckenden, raschen und zielgerichteten Austausch pflegerelevanter Daten auf elektronischem Weg zwischen Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und mobiler Pflege in der Region Stadt Wels.

 

 

 

 

Gerade bei älteren Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf, der am stärksten wachsenden Bevölkerungsgruppe, kommt es häufig zu einem Wechsel zwischen diesen unterschiedlichen Versorgungssystemen. Für ältere Menschen ist besonders die Mehrfachaufnahme ihrer Daten durch diverse Systempartner oft sehr belastend. Bisher wurden zur Informationsweitergabe zwischen den Einrichtungen Pflegebegleitschreiben in Papierform mitgegeben. Diese sind jedoch je nach Einrichtung oft sehr unterschiedlich aufgebaut, von differenzierender Länge (2-25 Seiten) und gehen auf dem Weg zwischen den Versorgungssystemen auch immer wieder verloren. e-Care soll nun eine Kommunikation über die Systemgrenzen hinweg ermöglichen und zeitliche Verzögerungen sowie Kommunikationsbrüche vermeiden.

ELGA-konform und basierend auf dem internationalen Standard IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) wurde dazu im Rahmen des Projekts eine eigene „Affinity Domain“ entwickelt, die allen institutionellen Systempartnern im Bereich Betreuung und Pflege in der Stadt Wels die sichere Kommunikation miteinander ermöglicht. Pflegekräfte in der Region Wels können nun auch bei einem Systemwechsel ihrer Betreuungspersonen jederzeit die aktuellen pflegerelevanten Informationen abrufen.

Die Implementierung konnte nur in enger Abstimmung und Kooperation mit den Gesundheits- und Sozialdiensteanbietern erfolgen. Unterschiedliche Pflegemodelle mussten berücksichtigt werden, um eine automatische Übertragung zu ermöglichen. Für verschiedene Systeme der stationären Pflege mussten Schnittstellen programmiert werden, um einen Export einrichten zu können. Die inhaltlich und strukturell harmonisierten Pflegeinformationen wurden in entsprechende elektronische Pflegebegleitschreiben gegossen, die ebenfalls erst zu konzipieren waren. Dabei stand das Prinzip „Kerninformation statt Datenflut“ im Vordergrund. Bezeichnend für das Projekt e-Care ist die intensive Einbindung der Pflege in die technische Entwicklung.

Folgende Partner wurden erfolgreich in e-Care integriert (siehe Abbildung):

  • Klinikum Wels-Grieskirchen – Standort Wels, Software Soarian
  • Klinikum Wels-Grieskirchen – Standort Grieskirchen, Software NCaSol
  • Alten- und Pflegeheime der Kreuzschwestern GmbH, APH Bruderliebe, Software C&S CareWare ®
  • Alten- und Pflegeheime der Franziskanerinnen von Vöcklabruck GmbH, APH Marienheim Gallspach, Software Vivendi
  • Alten- und Pflegeheime der Stadt Wels, Software Vivendi
  • Mobile Seniorenbetreuung der Stadt Wels, Software Vivendi
  • Diakoniewerk: Die Daten werden laufend per e-Care Mobil über mobile Geräte bzw. PC erfasst und direkt in e-Care gespeichert.
  • OÖ Hilfswerk FSB-A Wels, Software Perle und e-Care Mobil
  • Volkshilfe Wels-Kirchdorf, Software DLPE und e-Care Mobil
  • OÖ Rotes Kreuz HKP Wels, Software GSD-X und e-Care Mobil

Ein Grundstein für den Erfolg bei der Einbindung der zahlreichen Systeme war das langjährige Know-how von x-tention in den Bereichen Integration und Kommunikation.

Anbindung der e-Care Projektpartner an die Kommunikationsdrehscheibe e-Care:

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Im Sinne von ELGA wurde großer Wert auf Datenschutz und ein entsprechendes Berechtigungssystem gelegt. Die notwendigen Pflegedaten können nur von dazu berechtigten Pflegekräften elektronisch abgerufen werden. Die zu betreuenden Personen entscheiden immer selbst über die Teilnahme am System und können ihre Zustimmung jederzeit widerrufen.

Das nötige technische Know-how brachten x-tention sowie Wissenschaftler der FH Hagenberg ein. Sozialwissenschaftlich wurde das Projekt durch die FH Linz begleitet. Mit e-Care gelang es den Partnern in Österreich eine Vorreiterrolle im Austausch pflegerelevanter Daten einzunehmen.

Im November 2010 wurde e-Care als Pflegeportal in das WE.G.E. 42 Portal eingebunden. In weiterer Folge ist ein Rollout auf die gesamte Versorgungsregion 42 sowie eine Anbindung an die Elektronische Gesundheitsplattform OÖ (eGP-OÖ) geplant.

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