HAUSKOMET als Vorreiter bei der eMedikation

Ein Projekt im Umfeld des bundesweiten Digitalen Gesundheitsnetzwerks ist die Elektronische Arztvernetzung in Baden-Württemberg. In den Versorgungsverträgen (HZV-Vertrag und Facharztverträge) zwischen der AOK Baden-Württemberg, dem MEDIVERBUND und der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG (HÄVG) kommunizieren über 6000 Haus- und Fachärzte über eine gemeinsame Plattform.

x-tention setzt bei der Umsetzung dieses Vernetzungsprojekts die Orchestra Healthcare Edition ein, damit die Fachanwendungen eArztbrief, HAUSKOMET (HAUSsärztlich KOntrollierte Medikamentöse Therapie) und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) kommuniziert werden können. Auch die auf IHE-Profilen basierenden Komponenten der Zentralen Infrastruktur setzt x-tention als IT Gesamtdienstleister um. In Folgestufen ist eine Kopplung der technischen Infrastruktur mit dem bundesweiten Digitalen Gesundheitsnetzwerk vorgesehen.

CDA als Austauschformat der Fachanwendungen – eAU und eArztbrief

Um einen sicheren und strukturierten Datenaustausch zu ermöglichen, wurde auf den bewährten Clinical Document Architecture (CDA)-Standard von HL7 gesetzt. Für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wurde am 31. August 2018 durch HL7 Deutschland die Version 1.0 (STU, Standard for Trial Use) veröffentlicht. Die eAU-Spezifikation soll eingesetzt werden, damit von Haus- und Fachärzten die Ausfertigung für die Krankenkasse (Muster 1a) ohne Medienbrüche direkt vom Arzt an die Kasse weitergeleitet wird. Gemeinsam mit den Projektpartnern konnte durch Feinanpassungen am 6. Februar 2019 die Version 1.12 finalisiert werden.

Der fachliche Austausch zwischen den Ärzten findet auf Basis des HL7 Arztbrief Plus statt, für Strukturvorgaben zur Pflichtinhalten in der HZV / FAV wurde die vorhandene CDA-Spezifikation erweitert. Um hier einen gezielten Austausch zu gewährleisten und gleichzeitig der Flexibilität der freien Arztwahl gerecht zu werden, bedient sich die Fachanwendung eArztbrief eines adressierten (Arzt zu Arzt) und eines gerichteten Versandverfahrens (Arzt zu Empfängerkreis).

HAUSKOMET als Vorreiter bei der eMedikation

Bei der Fachanwendung HAUSKOMET (HAUSärztlich KOntrollierte MEDikamentöse Therapie) handelt es sich um einen zentralen, durch den Hausarzt gepflegten Medikationsspeicher zu einem Patienten mit einer zuschaltbaren AMTS-Funktionalität. Fachärzte können lesend auf den Medikationsspeicher zugreifen und Ergänzungen in Form von Änderungsdatensätzen angeben. Haus- und Facharzt verantworten die Sicherheit der Pharmakotherapie gemeinsam, der Hausarzt entscheidet im Sinne eines finalen Editors (Kurator) über die Änderungsdatensätze und übernimmt diese in den Medikationsspeicher.

Für die Entwicklung der inhaltlichen Vorgaben des HAUSKOMET-CDA wurde auf die Erfahrung der Experten von HL7 Deutschland (im Projekt Medikationsplan Plus) zurückgegriffen. Die CDA-Spezifikation wurde mit dem bewährten Werkzeug ArtDecor erstellt und im Januar veröffentlicht. Eine Kopplung der Fachanwendung mit einem AMTS Modul zur Überprüfung von Wechselwirkungen ist ein langfristiges Ziel der Fachanwendung.

AG eMedikation – gemeinsamer Nenner beim Austausch von Medikationsdaten

Die Informationsflüsse von Medikationsdaten der Leistungserbringer (Ärzte, Apotheken) sollen über die beteiligten Systeme einheitlich erfolgen, ohne dass die Industriehersteller für jedes Projekt eine neue Umsetzung vornehmen müssen. Hierfür wurde durch die AOK eine gemeinsame Arbeitsgruppe eMedikation im Projekt Digitales Gesundheitsnetzwerk der AOK gegründet. Zusammen mit der gevko GmbH, der HÄVG, dem MEDIVERBUND und HL7 Deutschland konnte bereits ein gemeinsamer Vorschlag, das eMDAF („elektronisches Medikationsdatenaustauschformat“) realisiert werden. Dieses befindet sich aktuell im Abstimmungsverfahren bei HL7 Deutschland zur Kommentierung. Das eMDAF soll zukünftig nicht nur den Vernetzungsprojekten mit AOK-Beteiligung zur Verfügung stehen, sondern kann als offener Standard potentiell von allen Beteiligten im Gesundheitswesen verwendet werden.

Anbindung an Versicherungsakten einfach gemacht

Das Digitale Gesundheitsnetzwerk der AOK-Gemeinschaft verspricht einen reibungslosen Datenaustausch zwischen Patienten, niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern sowie weiteren an der Versorgung Beteiligten. Eine wichtige Frage für Krankenhäuser ist die Anbindung an die unterschiedlichen Aktenmodelle der Versicherungen. Basierend auf zahlreichen gemeinsamen Vernetzungsprojekten mit elektronischen Patienten- und Fallakten bieten x-tention & Partners darauf eine einfache und effiziente Antwort mit ihren Lösungen der Orchestra eHealth Suite.

Über die Vorteile eines bidirektionalen Datenaustauschs für Krankenhäuser sowie Informationen zur gemeinsamen Softwarelösung Orchestra eHealth Suite und die Erfahrungen aus zahlreichen Projekten in deutschen Krankenhäusern sowie nationalen Infrastrukturprojekten in Österreich (ELGA) und der Schweiz (EPD) informieren die Firmen x-tention, soffico und ICW gerne persönlich auf der DMEA 2019 (9. – 11. April) in Halle 4.2, Stand C-110 und B-108.

Vereinbaren Sie gerne einen Gesprächstermin auf der Messe – per E-Mail an DMEA@x-tention.at

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