Orchestra: Kommunikationsserver auf neuer Ebene im UK Heidelberg

 UK HeidelbergAusgangssituation

Seit über 30 Jahren setzt das Universitätsklinikum Heidelberg auf eine zentrale Nachrichtenverteilung medizinischer Daten an diverse Subsysteme mit Hilfe eines Kommunikationsservers in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Nach der Nutzung der verschiedenen Technologien, zuletzt aus der Java CAPS bzw. eGate Produktfamilie, entschied sich das UK Heidelberg Ende 2015 für Orchestra als zukünftige Lösung. Die Entscheidung für ausgerechnet dieses Produkt fiel aufgrund der breiten technischen Möglichkeiten sowie dem Ausblick, mit Orchestra am besten für die künftigen Anforderungen aufgestellt zu sein.

Einführung von Orchestra

Die Einführung von Orchestra und die damit verbundene Ablöse der vorhandenen Java CAPS Infrastruktur – ca. 100 Schnittstellen – wurde in einem gemeinsam Projekt zwischen dem Zentrum für Informations- und Medizintechnik (ZIM) des UK Heidelberg und der x-tention Informationstechnologie GmbH durchgeführt. Die Konstellation einer gemeinsamen Projektleitung sowie die Aufteilung der Implementierungen zwischen UK Heidelberg und x-tention führten zu einem sehr zufriedenstellenden Projektverlauf. „Die Anwender haben im Zeitraum der Migration, die sich über ein gutes Jahr erstreckte, nicht bemerkt, dass der Kommunikationsserver ausgetauscht wurde. Es ist sehr erfreulich, dass die Umstellung während dem laufendem Betrieb derart problemlos über die Bühne gegangen ist“, so Herr Jochen Pilz, Abteilungsleiter Klinische Anwendungen – medizinisch im ZIM des UK Heidelberg.

Nach erfolgter Einschulung in die neue Technologie wurde die Umgebung schrittweise auf Orchestra migriert. Zwecks Strukturierung und Aufteilung der Implementierungsarbeiten wurden jeweils mehrere Schnittstellen, die inhaltlich und/oder technologisch zusammengehörten, zu einem Teilprojekt zusammengefasst. Für jedes Teilprojekt wurde ein kurzes Konzept erstellt und anhand dessen die Migration durchgeführt. Der klare Projektverlauf ermöglichte es auch, die laufenden Anforderungen für neue Anbindungen in die Umgebung zu integrieren.
Qualitätssteigerung

„Schon immer haben wir Wert darauf gelegt, dass wir auch auf Nachrichtenebene den Datenschutz und Zugriffsregeln beachten, was dazu führt, dass wir bei ADT, Aufträgen und Befund-Nachrichten Filter implementiert haben. So können wir z.B. sicherstellen, dass Abteilungssysteme nur ADT-Nachrichten und Befunde bestimmter OEs bekommen, Aufträge nach Auftragstypen und Leistungskürzeln gefiltert werden. Mit der Migration nach Orchestra und dessen Möglichkeiten haben wir diese nochmals optimiert, transparenter und wartbarer gestaltet“, äußert sich Frau Dr. Anke Buchauer, Projektleiterin seitens des UK Heidelberg.

Implementierungs- und Betriebsaufwände

„Hat man sich an die Entwicklungsumgebung von Orchestra und die darin vorgegebenen Strukturen gewöhnt, so ist eine neue Schnittstelle sehr schnell implementiert. Auch der Transport in die Produktivumgebung ist deutlich einfacher als zu Java CAPS -Zeiten. Ohne diesen Zugewinn, der Unterstützung von x-tention und den sehr stabilen Betrieb der Orchestra Umgebung wäre es mir nicht möglich gewesen, parallel zu meinen anderen Aufgaben während der Migration knapp 50 Schnittstellen zu implementieren und umzustellen“, fasst Frau Lozano als Verantwortliche für den Kommunikationsserver zusammen.

Der sehr stabile, einfach zu bedienende Monitor von Orchestra ermöglicht es dem UK-Heidelberg die Betriebsaufgaben am Kommunikationsserver anders zu verteilen, sodass eingedachte Subsystemverantwortliche nun ‚ihre‘ Schnittstellen auch am Kommunikationsserver selbst steuern und so Wartungsarbeiten an Subsystemen unabhängiger durchführen zu können.

Ausgereiftes Monitoring der Datenflüsse

Im Zuge der Einführung von Orchestra wurde ein auf Icinga basierendes Monitoring eingeführt. Damit werden die gesamte Infrastruktur der Orchestra Umgebung und darüber hinaus alle Schnittstellen einzeln hinsichtlich Inaktivität bzw. Datenstau überwacht. Durch die proaktive Überwachung durch das System werden etwaige Probleme zeitnah erkannt und ermöglichen eine rasche, zielgerichtete Problemlösung.
Ausblick

Neben der weiteren Anbindung von Systemen an Orchestra ist geplant, auch die vorhandenen Kommunikationsserver der Tochterkliniken des UK Heidelberg, dem Kreiskrankenhaus Bergstraße sowie der Thoraxklinik Heidelberg, in die neue Umgebung zu integrieren.

Kronsteiner Bernhard
Kontaktdaten:
x-tention Informationstechnologie GmbH
Bernhard Kronsteiner, Sales
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